„Im Coaching konnte ich Belastungen abbauen – und mein Selbstbewusstsein stärken!"

Dass sich nach seinem bestandenen Abitur ein Studium anschließen würde, daran hat Frederik Grape nie gezweifelt. Bei einem Informationstag lässt er sich von Studierenden beraten: gerne würde er im Bereich der Mathematik und Technik bleiben, diese Fächer haben ihn in der Schule schon sehr interessiert.

„Im Nachhinein hätte ich mich wohl besser informieren müssen, aber ich habe mich dann einfach für Mechatronik eingeschrieben.“

Inhaltlich gefällt ihm das Studium sehr gut, erst beim Schreiben der Abschlussarbeit merkt Herr Grape, dass ihm der Transfer zwischen dem theoretischen Wissen und der Praxis nicht gelingen will.

„Wir haben vorher immer mathematische Aufgaben bekommen, diese berechnet und eine Klausur geschrieben. Warum und wieso das so gemacht wird, das ist nicht wirklich klar gewesen. Und dann heißt es: Schreib eine wissenschaftliche Abschlussarbeit!“

Herr Grape schreibt eine Abschlussarbeit, doch er besteht die Prüfung nicht. Die Möglichkeit, die Arbeit ein zweites Mal anzufertigen, nimmt er nicht an. Stattdessen möchte er eine Ausbildung beginnen, um die bisher fehlende Praxis kennenzulernen. Das drängendste Problem in dieser Umbruchphase ist die Zeit, viele Ausbildungsplätze sind bereits besetzt und Fristen verstrichen. Auf die Empfehlung seiner Schwester Michèle meldet sich Herr Grape bei MA&T und beginnt ebenfalls ein Coaching. Auf die Frage, was ihm am deutlichsten aus dem Coaching in Erinnerung geblieben ist, antwortet er:

„Die Atmosphäre, die war immer total angenehm und offen. Es wurde auf meine Bedürfnisse eingegangen und auch aktuelle Entwicklungen mit einbezogen. So konnte ich aktiv den Prozess mitgestalten und die für mich wichtigsten Probleme ansprechen.“

Herr Grape hat dieses Jahr noch einen Ausbildungsplatz zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der Rothenseer Generatorenfertigung GmbH finden können – und zwar eine Woche nach dem ersten Coachingtermin! Ein Anruf im Unternehmen seines Coaches konnte klären, dass kurzfristig Ausbildungsplätze frei waren und eine Bewerbung innerhalb dieser Woche noch Aussichten auf Erfolg haben könnte. Diese Chance ließ sich Herr Grape nicht entgehen. Bereits am Ende seines Vorstellungsgespräches konnte er seinen Ausbildungsvertrag unterschreiben. Seine Rolle als Studienabbrecher konnte er trotz anfänglicher Zweifel ins positive Licht rücken.

„Ich glaube, die Erwartungen an mich sind höher. Ich bekomme aber gutes Feedback und darf bereits das Unternehmen und die Ausbildung in Schulen vorstellen, das ist eine tolle Anerkennung!“

Die Praxis endlich kennenzulernen und das Wissen direkt in der Lehrwerkstatt anwenden zu können, gefällt Herrn Grape besonders an seinem neuen Weg. Er möchte, genau wie seine Schwester, nach der Ausbildung weiter lernen und strebt eine Weiterbildung zum Techniker an. Er ist sich sicher, dass das Studium kein „Umweg“ gewesen ist, sondern ihn genau dorthin gebracht hat, wo er jetzt steht und sich wohl fühlt.