„Das Coaching gab mir neue Hoffnung.“

Das Studium der Biotechnologie gefällt Michèle Grape sehr gut, schon in der Schulzeit kann sie sich für die Naturwissenschaften Biologie und Chemie begeistern und so startet sie mit einem guten Gefühl in das Studium.

Doch die letzte große Hürde vor dem Abschluss des Studiums scheint zu groß: das Schreiben der Abschlussarbeit fällt Frau Grape schwer, die Selbstzweifel werden größer und mit der Unterstützung von der Familie und Freunden entscheidet sie sich für einen Studienabbruch.

„Einen Plan B hatte ich nicht. Ich wollte 2016 neu anfangen und wusste, dass ich meiner Fachrichtung treu bleiben wollte.“

Insgesamt beurteilt Frau Grape die Zeit des Umbruches als schwierig, trotz der Unterstützung der Agentur für Arbeit fühlt sie sich auf dem Arbeitsmarkt verloren. Nach einem Hinweis auf das ISABEL-Projekt meldet sie sich bei MA&T und beginnt dort bei Dr. Gudrun Stahn ein Coaching.

„Wir wollten das Passende finden, nicht einfach irgendeine Ausbildung. Ich konnte mein verloren gegangenes Selbstbewusstsein wieder stärken und auch andere Betroffene kennenlernen. Es tat gut zu sehen, dass es nicht nur mir so geht.“

Im Coaching wird Frau Grape wieder deutlich, welche Kompetenzen sie besitzt und welche Anforderungen sie an die Ausbildung, das Unternehmen und sich selbst stellt. Doch die Bewerbungsphase erlebt Frau Grape wieder mit gemischten Gefühlen:

„Ich habe viele Absagen erhalten. Ich hatte das Gefühl, dass viele Unternehmen auf Schulabgänger fokussiert sind und uns Studienabbrecher eher skeptisch entgegenstehen.“

Letztendlich konnte sie aber mit ihren Fähigkeiten überzeugen und die Vorteile ihres bisherigen Weges deutlich machen: ihre Erfahrung und ihr Alter führen dazu, dass sie bereits jetzt eine spannende Perspektive bei ihrem neuen Arbeitgeber REMONDIS hat - das erste Lehrjahr hat sie inzwischen übersprungen.

„Wenn die Ausbildung weiterhin so gut läuft und wir gut miteinander arbeiten können, werde ich ein Labor übernehmen und dieses dann selbstständig leiten. Das ist natürlich ein tolles Angebot!“

2017 11 09 Foto GrapesRückblickend würde sie vielleicht zuerst eine Ausbildung machen und dann das Studium anschließen, sagt Frau Grape. Doch sie sieht ihren Weg nicht als verschwendete Zeit, sondern genießt das Gefühl des „Angekommen-Seins“ und den Stolz, die schwierige Zeit des Umbruches und der Zweifel überwunden zu haben – auch dank des unterstützenden Coachings. Aufgrund dessen empfiehlt sie das Karriere-Coaching-Angebot ihrem Bruder weiter, der sich in einer ähnlichen Situation befunden hat.
Michèle und Frederik Grape