Vom Studienabbrecher zum besten Auszubildenden 2017

Dass Herr Krebs einmal für seine sehr guten Ausbildungsleistungen von der IHK geehrt werden würde, hätte er vor ein paar Jahren selbst nicht geglaubt.

Nach einer endgültig nicht bestandenen Prüfung war der Studienabbruch für ihn unumgänglich. Als Soldat auf Zeit stand er zwar nicht sofort vor einem (Lebens-)Umbruch, da ihm für eine gewisse Zeit zumindest keine finanziellen Sorgen belasteten. Dennoch lässt ihn diese Abweichung vom berühmten Plan A zunächst in eine ungewisse Zukunft blicken.

„Das Coaching gab mir neue Hoffnung.“

Das Studium der Biotechnologie gefällt Michèle Grape sehr gut, schon in der Schulzeit kann sie sich für die Naturwissenschaften Biologie und Chemie begeistern und so startet sie mit einem guten Gefühl in das Studium.

„Im Coaching konnte ich Belastungen abbauen – und mein Selbstbewusstsein stärken!"

Dass sich nach seinem bestandenen Abitur ein Studium anschließen würde, daran hat Frederik Grape nie gezweifelt. Bei einem Informationstag lässt er sich von Studierenden beraten: gerne würde er im Bereich der Mathematik und Technik bleiben, diese Fächer haben ihn in der Schule schon sehr interessiert.

„Ich wollte immer weiter, immer höher“

Das war wohl einer der Hauptgründe, weswegen sich Stefan Peuker nach seiner schulischen Ausbildung für das Nachholen der Fachhochschulreife und letztendlich für das Studium der Betriebswirtschaftslehre in Stendal entschied. Aus seiner Familie ist er der erste, der diesen akademischen Weg einschlägt und prinzipiell gefällt ihm das Studieren. Doch anfängliche Zweifel zum Studienfach werden erst konkret, als er in einer Vorlesung zum Thema Informatik sitzt. Im Nachhinein bezeichnet er diesen Moment als das Schlüsselerlebnis, welches ihm zum darauffolgenden Studienabbruch führt – das fehlende Interesse am Studienfach Betriebswirtschaftslehre und die Begeisterung für Informatik werden ihm bewusst.
„Es war keine schwere Entscheidung – vielmehr eine Last, die endlich abgefallen ist“.

„Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal vorgeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“

Als Führungskraft bei der Agentur für Arbeit Weißenfels hat Thomas Rusch einen erfolgreichen Karriereweg absolviert. Auch im privaten Bereich ist sein Streben nach Erfolg durch sein Engagement als Trainer im Kanu-Rennsport und im Drachenbootsport zu erkennen. Dass es Zeiten für ihn gab, welche von Selbstzweifel und lebensverändernden Umbrüchen geprägt waren, wird in seiner beeindruckenden Vita erst auf dem zweiten Blick deutlich. Denn der erste Schritt in die Berufswelt verlief bei Thomas Rusch nicht immer nach einem stringenten Plan: das Studium der Geographie und des Sportes für Gymnasien bricht er ohne Abschluss nach fünf Jahren ab, und für ihn beginnt eine Zeit der Neuorientierung.

Herr Rusch, was waren Ihre ursprünglichen Beweggründe, sich für diesen Studiengang zu entscheiden?

Mein Zivildienst in einem Kinderheim und Trainertätigkeiten in meiner Freizeit. Mir fiel es grundsätzlich leicht zu begeistern, Inhalte zu vermitteln und damit Kinder und Jugendliche voranzubringen.

„Ich bin wieder auf dem Weg!“

Das antwortet Simon Schneider auf die Frage, was denn seine Familie und seine Freunde zu seiner nun seit mehreren Monaten laufenden Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann sagen würden. Aber fangen wir mal von vorn an …

Herr Schneider, Sie haben hier in Magdeburg Logistik studiert. Wie haben Sie das Studium erlebt?

„An dem Studiengang hat mich die Vielseitigkeit gereizt, die ich auch in den konkret auf Logistik ausgerichteten Veranstaltungen und in den Wirtschaftsanteilen wiedergefunden habe. Alles was mit Konstruktion in Zusammenhang stand, habe ich eher als trocken empfunden. Über die Semester hinweg habe ich für mich aber festgestellt, dass das klassische Studienmodell nichts für mich ist.“

Coachee startet berufsbegleitende Ausbildung zum Erzieher

Im März 2016 führte das ISABEL-Team das Kinder- und Jugendhilfezentrum Groß Börnecke und drei männliche Coachees mit Interesse an einer berufsbegleitenden Erzieherausbildung in einem informellen Gespräch zusammen.

In der Zwischenzeit absolvierten zwei dieser jungen Männer dort umfangreiche Praktika, einer der beiden hat bereits im Unternehmen Fuß gefasst. Seit 1. Mai 2016 ist er als pädagogische Unterstützungskraft im Kinder- und Jugendhilfezentrum tätig, er betreut dort gemeinsam mit seinen Kollegen eine Gruppe von Jungen.